Startseite

MAE GOES AROUND THE World




Me here somewhere meet

You there somehow greet
zwei Wochen rum...

Hatte 5 Tage „frei“. Meine SWR-Leute haben das verlängerte Wochenende (hier war Freitag „Freedom-Day“ bis Dienstag 1.Mai) genutzt und es gab nichts zu tun. Dachte, ich werde vor Langeweile vergehen, dem war nicht so. Jeden Tag was interessantes gemacht, ob Stadtrundfahrt, Soweto (das Modernste der Townships) Touristen Tour, oder Löwen- und Nashornpark, alles hat mir mehr über dieses Land gezeigt.

Und am vergangenen Samstag war ich mit Radio-Claus (der SWR/ARD hat hier auch einen Radio Korrespondenten) auf einem Fußballspiel in Joburg Zentrum. Ins Stadium passen ca. 60.000 Menschen und es waren ca. 48.000 da, davon vielleicht 100 Weiße. War super, die Atmosphere war riesig, die Kontrahenten Erzrivalen – beide aus Soweto, die Orlando Pirates gegen die Kaizer Chiefs. Zu aller Zufriedenheit ging das Spiel 1:1 aus. Der Weg nach draußen war um so spannender, steckte ca 20 Min in einer Masse fest und meine einzige Sorge war der langsam wachsende Druck auf meine Kamera....sonst friedlich...

Den grassen Kontrast zu einem Fußball Stadion voller Schwarzer durfte ich dann am Dienstag erleben, wieder mit Radio-Claus. Diesmal war es ein Burenfest in Pretoria (je nachdem wen man fragt, ein Stadtteil von Johannesburg). Das Fest war wieder in einem Fußballstadion und es waren nur ca. 22.000 Menschen mit vielleicht 100 Schwarzen mittendrin, die waren allerdings zu meist Security oder Küchenhilfen. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, sonst hätte ihr den Eindruck von einer zum größten Teil übergewichtigen Masse Weißer, die mit erhobenen Fäusten zu „De la Rey“ (oder so geschrieben) von „Bok van Blerk“ gröllen gehabt. Das Lied geht in die Volks-einende Richtung, „Afrikaaner steht zusammen“ so wie einst unter der Führung von besagtem General De la Rey. Manche sehen dieses Lied als Rechtsnationalistisch, was ich bei der Masse an Anhängern (die alle eifrig mitsangen, auch alleine) durchaus unterschreiben würde. Im Großen und Ganzen denken die meisten aber eher an wiedergewonnene Volksidentität...bisschen wie in Deutschland bei der WM, harmlos, sollte es nicht in radikalere Richtungen umkippen. Der Rest des Konzertes war unglaublich, die meisten Lieder auf Afrikaans, schlimme 80er oder Volksmusik und alle Altersklassen die mitsingen. Der Hit war allerdings die Buren Boyband...drei Mit- oder Endzwanziger die wie Take That auf der Bühne rumhampelten und dazu lasche Lyrics trällerten...Gott sei Dank, nur für zwei Lieder...

Tja, das war mein Wochenende und die ersten zwei Wochen sind vorbei...noch eine Woche hier in Johannesburg und dann brech ich auf große Tour auf, 3 Tage Kruger Nationalpark gefolgt von 4 Tagen Cape Town (das durfte ich mir nach aller Aussagen hier nicht entgehen lassen...der Flug hin und zurück kostet mich auch nur unglaubliche 70 Euro...also los )

 

 

Grüße, m
2.5.07 16:27
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de